Château Laquirou - La Clape, France Château Laquirou - La Clape, France
Château Laquirou
Chateau Laquirou
Weingut
News
Weine
Bestellungen
Publikationen
Rezepte
Medaillen
Kontakt
Links
Zum Anfang
Eine vielfältige Begünung zwischen den Rebzeilen spielt eine elementare Rolle im biologischen Anbau.
Eine vielfältige Begrünung zwischen den Rebzeilen spielt eine elementare Rolle im biologischen Anbau.

 

Umstellung auf kontrolliert biologischen Anbau (*1)

Mehr Natur, mehr Terroir, mehr Individualität

Château Laquirou befindet sich im Aufbruch. Gutsverwalter David Amiel und sein Team haben mit dem Umstellungsprozess zum kontrolliert biologischen Anbau begonnen. Das Ziel: Auf Château Laquirou sollen Spitzenweine in einem sich weitgehend selbst regulierenden Ökosystem reifen.

Wer das «Massif de la Clape» besucht, realisiert intuitiv, dass dieser kleine Gebirgszug bei Narbonne wie geschaffen ist für den biologischen Weinbau. Denn hier schmiegen sich die Weinberge so unauffällig ins mediterrane Hügelland, dass man sie oft erst auf den zweiten Blick wahrnimmt. Sie sind Teil eines natürlichen, über Jahrhunderte gewachsenen Ökosystems. Dieses wird von der Garrigue dominiert, jener typischen mediterranen Buschlandschaft aus Rosmarin, Ginster, Thymian, Wacholder und Seidelbast. Locker bewachsene Haine mit Kiefern und Eichen vervollständigen diese reichhaltige Vegetation.

Echsen, Störche, Zikaden …
Auf Château Laquirou sind 40 Hektar mit Reben bestockt, 60 Hektar wertvolles Naturland dienen als ökologische Ausgleichsfläche. Hier leben Wildschweine, Hasen, Rebhühner, Ringelnattern, Eidechsen, Laubfrösche, Fledermäuse sowie seltene Vogelarten wie die Blauracke und der Bienenfresser. Diese ausserordentliche Artenvielfalt bietet beste Voraussetzungen Der Bienenfresser (Merops apiaster)für einen nachhaltigen biologischen Weinbau in einem sich weitgehend selbst regelnden Ökosystem, wo Nützlinge die Schädlinge unter Kontrolle halten. Ein Beispiel: Eine einzige Fledermaus vertilgt in einer einzigen Nacht oft hunderte von Insekten …

Vorbeugen ist besser als heilen …
«Zurück zur Natur» – diese Devise gilt in Laquirou schon seit die Schweizer Familie Hug das Weingut übernommen hat. So sind ab 1994 keine Herbizide mehr eingesetzt worden. Die Böden werden mechanisch mit dem Pflug bearbeitet. Seit sich das Gut nun in der Umstellungsphase zum kontrolliert biologischen Anbau befindet, werden keinerlei chemische Pflanzenschutzmittel mehr eingesetzt. «Der biologische Anbau erfordert genaues Beobachten, ja ganz generell ein Maximum an Sensibilität bezüglich der Ereignisse im Rebberg», sagt Gutsverwalter David Amiel. Wichtig ist, dass die Messungen der lokalen Wetterstationen ständig analysiert werden. Denn entscheidend ist, dass prophylaktisch gehandelt werden kann. «Wenn die Reben vorbeugend mit natürlichen Mitteln gegen Fäulnis und Pilzkrankheiten behandelt werden, reichen homöopathisch geringe Dosierungen aus.»

Hier leben Wildschweine, Hasen, Rebhühner, Ringelnattern, Eidechsen, Laubfrösche, ...Viel Sonne, viel Wind
Glücklicherweise gilt La Clape mit annähernd 3000 Sonnenstunden und 286 Windtagen, bei kaum mehr als 550 Millimeter Regen pro Jahr und Quadratmeter, als ausgesprochen trockener Ort. Zudem ist der «Cers», ein kräftiger Nordwind ein häufiger Gast. Vorsicht ist aber trotzdem geboten. Vor allem dann, wenn nachts feuchte Luftmassen vom nur gerade zwei Kilometer entfernt liegenden Meer in die Rebberge strömen. Es braucht dann jeweils einige morgendliche Sonnenstunden, bis die Feuchtigkeit in den Reben wieder verdunstet. Und gerade die alteingesessenen Sorten Grenache und Carignan sind anfällig gegenüber Pilzkrankheiten, während beim Syrah die Fäulnisgefahr erheblich ist.

Begrünung ja, aber …
Viel Fingerspitzengefühl ist auch bei der Schaffung einer teilweisen Begrünung zwischen den Rebzeilen notwendig. Die Begrünung ist generell sinnvoll, weil sie die Bodenstruktur verbessert, vor Erosion schützt und im Idealfall das Wasserspeichervermögen des Bodens positiv beeinflusst. Gerät die Begrünung allerdings zu üppig, entzieht sie den Reben das spärliche Wasser, hält aber gleichzeitig die morgendliche Feuchtigkeit länger in den Reben, was den Krankheitsdruck erhöhen kann. Die beste Lösung besteht in einer schwachwüchsigen Begrünung mit sehr hohem Leguminosen-Anteil (*2). Im Sommer werden die Grasstreifen dann umgewalzt und bilden eine teppichähnliche Bodenbedeckung. Diese konkurrenziert die Reben nicht mehr, sondern verhindert, dass Feuchtigkeit aus dem Boden entweicht.

 

Ihre Erika Hug Harke und Eckard Harke-Hug
Erika Hug Harke und Eckard Harke-Hug

Erika Hug Harke und Eckard Harke-Hug
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Erika Hug Harke und Eckard Harke-Hug

 

*1 Begleitet und überwacht von der Kontroll- und Zertifizierungsstelle «Qualité France».
*2 Leguminosen sind anspruchslose, schwach zehrende Pflanzen (z.B. Klee), welche die Reben auch in heissen Gebieten nicht konkurrenzieren und gleichzeitig pflanzennutzbare Stickstoffe produzieren sowie den Boden beleben.

 

Ernte 2011

Ausgezeichnete Qualität

Was für ein Happy End! Nach einem Sommer mit höchst launigem Wetter sorgte ein makelloser September auf Château Laquirou für tiefdunkle, sinnlich-vollfruchtige Rotweine, die zudem über viel Struktur und Rückgrat verfügen. Das Rebjahr begann mit einem ungewöhnlich warmen Winter, der für einen frühen Austrieb sorgte. Anfangs Juni betrug der Reifevorsprung schon zwei bis drei Wochen. Doch dann folgte eine ungewöhnliche Kälteperiode im Juli und August. Zeitweise sah das Laquirou-Team den Super-Jahrgang schon entschwinden. Doch dann zeigte sich einmal mehr, welch eminente Bedeutung der Monat September für die Qualität eines Jahrgangs spielt. Und der September liess keine Wünsche offen. Der goldene Herbst bot den Winzern die seltene Chance, exakt jenen Weintyp zu realisieren, den sie anstreben, denn das tadellose Wetter bot ihnen bei jeder Sorte die freie Wahl bezüglich des Erntezeitpunktes. Bei Château Laquirou widerstand man der Versuchung, zu wuchtige Weine zu keltern. Mit einem Alkoholvolumen von rund 13,5 Prozent zeigen alle Laquirou-Crus eine schöne Balance zwischen sinnlicher Frucht, Struktur und bekömmlicher Frische.

 

Neuer Laquirou-Topwein

Der erste Aureus ist abgefüllt

Dank vier alteingesessenen roten Sorten, drei verschiedenen Bodentypen und bis zu 50-jährigen Reben eröffnen sich Laquirous Gutsverwalter David Amiel beste Möglichkeiten zum Keltern von Topweinen. Für den neu lancierten «Aureus» wurde auf jeder Ebene das Beste vom Besten selektioniert. Dieser Prozess begann im Rebberg. Die besten Trauben der Sorten Syrah (80 Prozent), Grenache und Carignan von den ältesten Reben, die in den kargen, von Kalkstein dominierten Coteaux wurzeln, wurden separat geerntet und in Barriques ausgebaut. Neun Monate später, nach dem malolaktischen Säureabbau, wurden dann jene zwei Barriques, in denen sich die Weine am besten entwickelt hatten, für den Aureus 2009 ausgewählt. Die neue Top-Cuvée von Laquirou besticht mit ihrer Vielschichtigkeit und Eleganz. Es ist ein Wein mit grossem Entwicklungspotential, aber nur beschränkt verfügbar.

 

Cuvée Champs Rouge

Zweifach ausgezeichnet

Unkompliziert und doch charakterstark: Dank diesen Qualitäten kommt die Cuvéee Champs Rouge sowohl bei Weinliebhabern als auch bei Profis sehr gut an. So erhielt der Champs Rouge 2009 von der Stadt Narbonne den prestigeträchtigen «Prix d’excellence des vins». Verliehen wurde dieser Preis im Rahmen des renommierten Festival Charles Trenet im Sommer 2011. Der 1913 in Narbonne geborene Charles Trenet war ein grosser Sänger, Schauspieler und Komponist. Das nach ihm benannte Stadt-Fest steht ganz im Zeichen von okzitanischer Musik und regionalen Terroirprodukten. Übrigens: Auch der Guide Hachette hat den Champs Rouge 2009 ausgezeichnet.

 

Okzitanische Musik

«Chansons des Vignes et des Bistrots»

Der Begriff «Languedoc» bezeichnet nichts anderes als das Land, in dem okzitanisch gesprochen wird (Langue d’oc). Nachdem diese Sprache in den letzten Jahren eine Renaissance erlebte, prägt sie die Identität der Region heute wieder ähnlich stark wie der Weinbau. Und immer häufiger finden beide zusammen. Etwa in den CD-Alben und Live-Auftritten des Frauen-Sextetts «La Mal Coiffée» mit ihren «Chansons languedociennes des Vignes et des Bistrots», oder aber in den Vasallen- und Tanzliedern der mittelalterlichen «Trobadore», die heute wieder vermehrt neu eingespielt werden. Die Spezialisten von Musik Hug in Zürich haben eine repräsentative Auswahl des gegenwärtigen okzitanischen Musik-Schaffens zusammen gestellt. Diese CD’s sind bei Musik Hug Tel. +41 (0)44 269 41 82 oder direkt auf Château Laquirou erhältlich.

Erika Hug Harke und Eckard Harke-Hug

 

 

  Chateau Laquirou